Veränderung beginnt im Team

Was passiert, wenn Mitarbeitende nicht nur Feedback geben – sondern aktiv Lösungen entwickeln?

Genau das haben wir bei VALEARA nach unserer letzten Mitarbeitendenbefragung gemeinsam umgesetzt.

Die Ergebnisse unserer letzten Mitarbeitendenbefragung durch das unabhängige Institut Rogator boten uns eine sehr gute Möglichkeit, konkrete Maßnahmen abzuleiten, um die Arbeitszufriedenheit der Kolleg:innen zu steigern. Dabei wollten wir aus den Teams heraus Verbesserungen anstoßen, also musste zunächst mal ein Iststand erhoben werden zu Themen wie Motivation/Identifikation, Arbeitgeberattraktivität, Arbeitsbedingungen oder Zusammenarbeit.


Alle Standorte ebenso wie die Geschäftsleitung waren im Anschluss an die Befragung aufgefordert, innerhalb der Teams an den Themen zu arbeiten, die sich durch die Befragung als verbesserungswürdig herauskristallisiert hatten. 

Und das Team der Psychiatrischen Institutsambulanz in Bottrop hat da gruppenweit eine Vorreiterrolle eingenommen. Die Kolleg:innen gründeten eine Projektgruppe, in der alle Berufsgruppen vertreten waren.  Themen wie Teamzusammenhalt, Wertschätzung und Unterstützung durch die Führungskraft oder Sinnhaftigkeit der Arbeit wurden zwar als ausgezeichnet oder gut bewertet.  Es wurde aber auch deutlich, dass es an anderen Stellen Verbesserungsbedarf gab.

Die Ergebnisse der Befragung waren deutlich:

  • Die Arbeitsorganisation wurde als herausfordernd erlebt.
     
  • Es fehlte an Möglichkeiten, an Entscheidungen beteiligt zu sein.
     
  • Zuständigkeiten waren zum Teil ungeklärt, das löste Unsicherheiten aus.
     
  • Der geringe Einfluss auf die eigene Terminplanung wurde als belastend empfunden.
     
  • Eine besondere Herausforderung: täglich bis zu 200 Patientinnen und Patienten ohne Termin
     

Gemeinsam haben wir konkrete Lösungsansätze entwickelt und umgesetzt:


Strukturierte Zeitslots für die Ärztinnen und Ärzte
Alle Ärzt:innen der Institutsambulanz verfügen nun täglich über einen festen Timeslot von einer Stunde, in dem 10-Minuten-Termine vergeben werden. Diese frei verfügbare Zeit kann für Patient:innen genutzt werden, die bei dem Arzt in Behandlung sind, jedoch nur ein kurzes Anliegen wie ein Rezept oder eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung benötigen, also ohne Termin kommen. Trotz hoher Auslastung bleiben diese Patient:innen so beim vertrauten Behandler, gleichzeitig wurde die Anzahl der Patient:innen ohne Termin reduziert.

 

Flexibilität in der Therapiegestaltung
Unsere Therapeutinnen und Therapeuten entscheiden eigenständig über die Gruppengrößen – angepasst an Bedarf und therapeutische Zielsetzung.


Zuständigkeiten und Ansprechpartner definieren
Wir haben eine Liste von Zuständigkeiten und Verantwortlichen erstellt und so ein effektives Notfallsystem geschaffen. Ein Team ist jeweils für psychische Notfälle bzw. somatische Notfälle zuständig und mit einem Notfalltelefon ausgestattet – jederzeit und von überall her von jedem Mitarbeitenden erreichbar. 

Als nächstes wird sich die Projektgruppe, die nun seit mehr als einem Jahr fest etabliert ist, der Zusammenarbeit und dem Zusammenhalt im Team quer durch alle Berufsgruppen widmen. Bei dem rasanten Wachstum der PIA in den letzten zwei Jahren ist das Teambuilding oftmals zu kurz gekommen.


Wir sind auf einem guten Weg, gemeinsam nachhaltige Veränderungen zu gestalten. Mit einem klaren Ziel: Die Arbeitszufriedenheit zu stärken – zum Wohle unserer Patientinnen und Patienten UND unserer Beschäftigten